Lauf der Geschichte

Karl Liebknecht

Karl Liebknecht

Karl Liebknecht wurde im August 1871 geboren und starb im Januar 1919. Liebknecht erlangte unmittelbar nach dem Krieg Berühmtheit, indem er mit Rosa Luxemburg die Spartakisten in der sogenannten Deutschen Revolution gegen die Regierung von Friedrich Ebert führte.

Liebknecht hatte einen politischen Hintergrund, da sein Vater ein führender Sozialist in Deutschland war und seine Ideen Karl nicht unberührt gelassen haben konnten.

Liebknecht wurde Kommunist während seines Studiums an den Universitäten Leipzig und Berlin. Er war jedoch Mitglied der Sozialdemokratischen Partei und wurde 1912 in den Reichstag gewählt. Liebknecht war sehr dagegen, dass Deutschland im Ersten Weltkrieg kämpfte, obwohl er im Wesentlichen eine einsame Stimme in Deutschland war, da nur wenige seine Überzeugung teilten. Einer, der das tat, war Rosa Luxemburg, und sie gründeten eine Untergrundorganisation namens "Spartacus League", die eine illegale Zeitung namens "Spartacus Letters" druckte. Sie erhielten den Namen Spartacus nach dem Sklaven, der einen gescheiterten Aufstand gegen die mächtige römische Armee anführte.

Liebknecht wurde verhaftet und in die Bundeswehr eingezogen. Nachdem er sich geweigert hatte zu kämpfen, musste er die Toten an der Ostfront begraben. Im Oktober 1915 durfte er nach Deutschland zurück, da sein Gesundheitszustand so schlecht geworden war. Der militärische Erfolg der deutschen Armee in Russland hatte die Unterstützung für den Krieg in Deutschland angeheizt, so dass die Unterstützung für Liebknecht und die Spartakisten relativ begrenzt war.

Im Mai 1916 gingen die Spartacisten an die Öffentlichkeit und forderten ein Ende des Krieges. Liebknecht wurde verhaftet und verbrachte den Rest des Krieges im Gefängnis, das erst im Oktober 1918 freigelassen wurde, als Prinz Max von Baden allen politischen Gefangenen eine Amnestie gewährte.

Liebknecht leitete die "Deutsche Revolution", die im Januar 1919 begann. Wie der Sklave, nach dem sie ihre Gruppe benannten, wurden die Spartakisten mit Leichtigkeit von den Freikorps und der Armee besiegt. Liebknecht wurde am 15. Januar 1919 getötet. Er und Luxemburg wurden in einem Hotel in Berlin festgehalten. Von hier aus sollten sie in ein Gefängnis gebracht werden, aber irgendwann während dieser Reise oder möglicherweise bevor sie begann, wurden beide ermordet.

„Der Tag der Revolution ist gekommen. Wir haben den Frieden erzwungen. In diesem Moment wurde Frieden geschlossen. Das Alte ist gegangen. Die Herrschaft der Hohenzollern, die seit Jahrhunderten in diesem Schloss residieren, ist vorbei. In dieser Stunde proklamieren wir die Freie Sozialistische Republik Deutschland. Wir grüßen unsere russischen Brüder, die vor vier Tagen schändlich vertrieben wurden.Der Tag der Freiheit hat begonnen. Nie wieder wird ein Hohenzollern diesen Ort betreten. Vor 70 Jahren stand hier Friedrich Wilhelm IV. Und er musste seine Mütze abnehmen, um die 50 blutüberströmten Leichen derjenigen zu ehren, die im Kampf für die Freiheit auf den Barrikaden ums Leben gekommen waren. Heute passiert hier ein weiteres Unheil. Es sind die Geister der Millionen, die ihr Leben für die heilige Sache des Proletariats gegeben haben. Mit einem blutgetränkten, gespaltenen Schädel taumeln diese Opfer der Gewaltherrschaft, gefolgt von den Geistern der Millionen Frauen und Kinder, die wegen des Proletariats verdorben wurden. Und weitere Millionen von Blutopfern dieses Weltkrieges folgen ihnen. Heute steht hier eine unermessliche Masse von begeisterten Proletariern, um der neu gewonnenen Freiheit zu huldigen. Parteigenossen, ich proklamiere die Freie Sozialistische Republik Deutschland, zu der wir alle Stämme zählen werden, in denen es keine Diener gibt, in denen jeder ehrliche Arbeiter seinen ehrlichen Lohn erhalten wird. Die Regel des Kapitalismus, die Europa zu einem Friedhof gemacht hat, ist gebrochen.

Wir müssen all unsere Kräfte sammeln, um eine Regierung aus Arbeitern und Soldaten zu bilden, um eine neue stattliche Ordnung des Proletariats, eine Ordnung des Friedens, des Glücks, der Freiheit oder unserer deutschen Brüder und unserer Brüder auf der ganzen Welt zu schaffen. Wir strecken ihnen unsere Hände entgegen und fordern sie auf, die Weltrevolution zu vollenden. “

Karl Liebknecht, 9. November 1918.

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