Hügel 60

Hill 60 ist etwa drei Meilen südöstlich von Ypern. Obwohl es als Hill 60 bekannt ist und auf den alliierten Grabenkarten von jeher als Hill 60 bezeichnet wurde, wurde er von Menschenhand geschaffen. Es wurde in den 1860er Jahren aus einer nahe gelegenen Eisenbahnlinie ausgegraben. Mit einer Höhe von 150 Fuß war jedoch jede Erhebung innerhalb des Ypres Salient für jeden von Vorteil und aus diesem Grund wurde Hill 60 ein Hauptziel sowohl für die Alliierten als auch für die Deutschen.

Hill 60 wechselte während des Ersten Weltkrieges mehrmals den Besitzer und viele Männer wurden dort im Kampf getötet. Die Deutschen haben es zum ersten Mal am 10. Dezember gefangen genommenth 1914. Die Briten reagierten sofort und gruben vier Tunnel in den Hügel unterhalb bekannter deutscher Stellungen. Die Tunnel waren als M1, M2, M3 und M3A bekannt und wurden von kleineren Tunneln ausgehoben. Das Ende jedes Tunnels war mit Sprengstoff gefüllt.

Bis April 1915 waren die Briten in der Lage, sechs große Minen zur Detonation zu bringen. Dies geschah am 17. April um 19.05 Uhrth. Unmittelbar nach diesen verheerenden Explosionen feuerte die alliierte Artillerie auf die deutschen Stellungen. Danach griff die Infanterie die deutschen Linien an. Die überlebenden deutschen Verteidiger waren so desorientiert, dass die angreifende britische Infanterie bei diesem Angriff nur sieben Opfer forderte.

Am 18. Aprilth Die Deutschen starteten einen großen Gegenangriff. Dies zwang die Briten, den Hügel 60 zu verlassen. Am nächsten Tag erlangten die Briten ihn jedoch wieder.

Auf Hügel 60 setzten die Deutschen am 21. April erstmals Giftgas gegen alliierte Truppen einst. Ein zweiter Angriff mit Giftgas fand am 22. April stattnd.

Im Sommer 1917 gruben Männer der australischen Tunnelfirma unter deutschen Stellungen auf dem Hügel. Minen wurden mit verheerender Wirkung gesprengt. Die alliierten Infanteristen stürmten dann den Hügel und eroberten ihn. Er wurde bis zur deutschen Frühjahrsoffensive 1918 abgehalten.

Die alliierten Einheiten, die 1917 hauptsächlich mit Hill 60 in Verbindung gebracht wurden, waren die Queen Victoria's Riflemen, die Australian Tunneling Company und die 14th Light Division.

Ähnlich wie bei Messines Ridge verloren die Alliierten während der Frühjahrsoffensive von 1918 die Kontrolle über Hill 60. Die Deutschen konnten diesen Angriff jedoch nicht ertragen und erlosch.

Die Briten haben am 28. September zuletzt Hill 60 erobertth 1918, sechs Wochen vor dem Tag des Waffenstillstands.

Aufgrund der Natur der Kämpfe, die auf Hügel 60 stattfanden, ist bekannt, dass viele Leichen immer noch dort liegen. Die Namen der alliierten Toten sind am Menentor in Ypern zu finden.

1920 wurde Hill 60 von Oberstleutnant Cawston gekauft, der später einen halben Anteil an J. Calder verkaufte. 1930 spendete J. Calder Hill 60 an die Imperial War Graves Commission, später Commonwealth War Graves Commission genannt, die es bis heute unterhält.