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Malta und Konvois

Malta und Konvois

Konvois waren lebenswichtig für das Überleben Maltas im Zweiten Weltkrieg. Malta brauchte regelmäßig Vorräte von Konvois, um zu überleben und die königliche Marine mit der Basis im mittleren Mittelmeerraum zu versorgen. Es gab zwei Konvoirouten nach Malta. Einer war von der britischen Basis im Hafen von Alexandria in Ägypten. Der zweite war aus Gibraltar. Beide Routen waren sehr gefährlich, da U-Boote und Axis-Flugzeuge das Mittelmeer patrouillierten. Der Fall Kretas im Jahr 1941 hatte dazu geführt, dass die Deutschen ein weiterer Ort waren, an dem Flugplätze errichtet wurden. Der Seeweg zwischen Kreta und Alexandria wurde von denjenigen, die dort segelten, "Bomb Alley" genannt. Als die Achsenmächte Libyen zurückeroberten, konnten auch die dortigen Flugplätze wieder ins Spiel gebracht werden.

Am 12. Februarth 1942 verließ ein Konvoi von drei Frachtschiffen Alexandria in Richtung Malta. Zwei Kreuzer, acht Zerstörer und ein Flugabwehrschiff, die "Carlisle", bewachten die drei Frachter "Clan Campbell", "Rowallan Castle" und "Clan Chattan". Diese elf Schiffe sorgten für eine große Menge Flugabwehrfeuer zwischen ihnen. Keiner der drei Frachter erreichte jedoch Malta. Der Schaden an 'Clan Chattan' und 'Rowallan Castle' war derart, dass beide versenkt wurden, während 'Clan Campbell' in den Hafen von Tobruk humpelte. Die Luftangriffe der Achse erfolgten, als die Konvois zu weit von Malta entfernt waren, als dass die kleine Hurrikantruppe der Insel ihnen hätte helfen können - und die Luftunterstützung war genau das, was die Konvois brauchten. Am 20. Märzth Ein weiterer Konvoi von drei Frachtern verließ Alexandria in Richtung Malta. Diesmal begleiteten Beaufighters die Frachter. Sie kamen am nächsten Tag durch die 'Bomb Alley'. Die Beaufighters hatten jedoch nur eine begrenzte Reichweite. Nachdem der Konvoi die "Bomb Alley" erreicht hatte, musste er sich einer italienischen Flotte stellen, die sich um das Schlachtschiff "Littorio", drei Kreuzer und vier Zerstörer, drehte. Die Marineeskorte des Konvois bedeckte die Frachter mit einer Nebelwand und wurde dabei von einem unerwarteten Sturm unterstützt, der die Nebelwand effektiver machte. Die Italiener waren auch vorsichtig mit den Torpedos, die von den britischen Zerstörern getragen wurden. In der Verwirrung gelang es den Italienern jedoch, den Konvoi zu spalten. Die vier Frachter wurden getrennt, aber jeder hatte eine Zerstörer-Eskorte. Sie wurden angewiesen, mit voller Geschwindigkeit nach Malta zu fahren, damit sie nachts und im Schutz der Dunkelheit ankommen würden. Sie erreichten jedoch am 23. März das erste Lichtrd Gerade als ein Luftangriff auf die Insel begann. Zwei der Frachter wurden versenkt - der neu reparierte 'Clan Campbell' und 'Breconshire' -, aber zwei schafften es in den Hafen (die 'Talabot' und 'Pampas'), und die Besatzungen wurden von den Leuten von Valetta begeistert begrüßt brauchten dringend Vorräte.

Konvois von Gibraltar nach Malta waren ebenso gefährlich wie die in Italien stationierten Fliegerkorps II des Feldmarschalls Kesselring und U-Boote.

Im Juni 1942 fehlte Malta jedoch die Nahrung und der Treibstoff. Es wurde beschlossen, zwei Konvois nach Malta zu schicken - einen aus Gibraltar und einen aus Alexandria -, damit die Streitkräfte der Achsenmächte beim Angriff aufgeteilt würden. Fünf Frachter und ein Tanker fuhren am 11. Juni von Gibraltar austh in "Operation Harpoon". Zur gleichen Zeit fuhren elf Frachter in der Operation Vigorous von Port Said aus. Die Royal Navy begleitete beide Frachtkonvois stark. Vor beiden standen jedoch Achsenflugzeuge, U-Boote, italienische U-Boote, MTBs und im östlichen Mittelmeer die italienische Flotte, die sich um das Schlachtschiff 'Littorio' stützte. Eine unerwartete Komplikation für 'Harpoon' war ein Bericht - der sich als richtig erwies -, dass sich zwei italienische Kreuzer und fünf italienische Zerstörer im westlichen Mittelmeer befanden.

Die "Operation Harpoon" hatte nie die Luftdecke, die sie brauchte, und musste sich fast unaufhörlichen Angriffen deutscher und italienischer Flugzeuge stellen. Die Stukas waren besonders effektiv. Als der Konvoi nach Malta kam, hatten nur zwei Frachter überlebt, aber sie brachten 15.000 Tonnen dringend benötigten Nachschub mit.

"Operation Vigorous" erging es noch viel schlimmer. Keiner der Frachter gelangte nach Malta, und die Royal Navy verlor oder beschädigte eine Reihe von Schiffen wie die Kreuzer "Birmingham" und "Newcastle". Der eigentliche Schaden wurde in der 'Bomb Alley' angerichtet, wo sich die Stuka erneut als sehr effektiv erwies.

Von insgesamt siebzehn Frachtern, die nach Malta fuhren, trafen nur zwei ein. Die Verlustrate war sowohl in Bezug auf Frachter als auch in Bezug auf Arbeitskräfte enorm. Die Ereignisse im Mittelmeerraum drehten sich jedoch. Die Ankunft von Mark V Spitfires gab der RAF und dem Fleet Air Arm einen dringend benötigten Schub. Während diese Kämpfer nur eine begrenzte Zeit in der Luft hatten und nicht in der "Bombengasse" helfen konnten, konnten sie Konvois einen lebenswichtigen Luftschutz gewähren, als sie sich Malta näherten. Die Ankunft der Beaufighters, die eine größere Reichweite hatten, war ebenfalls ein großer Schub.

Ein Konvoi mit dem Namen "Operation Pedestal" (August 1942) endete damit, dass der Treibstofftanker "Ohio" den Grand Harbour erreichte. Die Verluste in diesem Konvoi waren jedoch ebenfalls hoch, da der Flugzeugträger "Eagle" zusammen mit zwei Kreuzern und einem Zerstörer verloren ging. Neun Handelsschiffe wurden ebenfalls zerstört oder soweit beschädigt, dass sie die Reise nicht fortsetzen konnten. 400 Männer kamen ums Leben. Der Treibstoff, den 'Ohio' mit sich führte, ermöglichte es der Insel jedoch, weitere drei Monate zu fahren, und in dieser Zeit ging Rommels Strom in Nordafrika zurück, da es an Vorräten und Treibstoff mangelte.


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